Iss lieber Gemüse statt Obst! – Die Fakten über Fruktose

Warum Abnehmen oft nicht gelingen KANN!

Vielleicht kennst Du das auch? Du ernährst Dich augenscheinlich sehr gesund, verzichtest auf Weizenmehlprodukte, trinkst Wasser statt Softgetränke, isst Salat statt Pizza und hast auch Deinen Zuckerkonsum schon deutlich reduziert. Trotzdem will das Gewicht einfach nicht sinken. Du nimmst nicht oder kaum ab und fühlst Dich auch nicht wirklich besser.

Mir zumindest ging es lange Zeit so. Obwohl ich selbst (und auch mein Umfeld 🙂 ) davon überzeugt war, dass ich mich sehr gesund und ausgewogen ernähre, war es in Wahrheit nicht so. Ich habe mir selbst etwas vorgemacht.

Denn ich habe zwar vieles richtig gemacht, aber eine entscheidende Sache eben nicht. Ich spreche von meinem Zuckerkonsum. Klar den habe ich reduziert und damit schon ein beachtlich positives Ergebnis erzielt. Aber der Durchbruch gelang mir erst, als ich verstanden habe, dass nicht Zucker im Allgemeinen das Problem ist, sondern eben auch die Fruktose im Speziellen!

Vielleicht geht es Dir genauso? Dann ist dieser Artikel für Dich 🙂 !

Was ist Fruktose und warum ist sie so problematisch?

Fruktose ist nichts anderes als Fruchtzucker und der kommt vor allem in Früchten wie Kernobst (bspw. Äpfel, Birnen), Beeren, exotischen Früchten (bspw. Granatapfel, Kaki) und Honig in hoher Konzentration vor.  Aber auch in fast jedem industriell gefertigten Nahrungsmittel findet man Fruktose. Haushaltszucker besteht beispielsweise zur Hälfte aus Fruktose und aus Glukose (Traubenzucker). Fruktose hat eine enorme Süßkraft und dient in vielen Nahrungsmitteln als Geschmacksträger. Um der Fruktose wirklich zu entkommen, muss man die Etiketten studieren!

Das sich dieser Aufwand lohnt, wird deutlich, wenn man sich die folgenden Fakten über Fruktose vor Augen führt:

Fruktose führt dazu, dass wir mehr essen!

Immer, wenn wir etwas essen, werden Appetithormone aktiv. Diese veranlassen unser Gehirn dazu, irgendwann zu sagen: “Genug, ich bin satt!”. Das funktioniert aber nicht, wenn das Lebenmittel Fruktose enthält. Denn für unsere steinzeitlichen Vorfahren, war Fruktose sehr selten zu ergattern. Wenn sie tatsächlich mal einen Strauch mit Beeren gefunden haben, waren sie in der Lage, alle auf einmal zu essen. Die Fruktose wurde umgehend in das Fettgewebe eingelagert. Das war damals super (weil selten), heute allerdings ist es problematisch, weil eben ein immenses Überangebot besteht. Von meinen Lieblingsobstsorten Kirschen und Melone kann ich problemlos riesige Mengen verdrücken. Es ist wie ein Rausch.

Fruktose wird direkt in Fett umgewandelt!

Wenn wir Fruktose essen, wird diese zum Großteil und sehr schnell im Fettgewebe gespeichert. Als Energiereserve. Durch das Überangebot wird diese Reserve allerdings nie geleert, sondern wächst immer weiter an. Das macht uns dick! Wenn wir hingegen Glucose essen, wird diese im Körper als Brennstoff verwendet. Sie wird relativ schnell verheizt, denn sie dient allen Organen, dem Gehirn und unserem Stoffwechsel als Brennstoff.

Fruktose macht uns krank!

Heute gibt es zahlreiche Studien, die herausgefunden haben, dass Fruktose uns krank macht. Das Immunsystem wird geschwächt, Krebserkrankungen können entstehen, Verdauungsprobleme auftreten, Hyperaktivität und Angstzustände uns quälen. Die Liste lässt sich lange fortsetzen. Es ist erwiesen, dass Zucker uns “vergiftet”! Durch einen hohen Konsum kann eine Fettleber entstehen, die wiederum das metabolische Syndrom hervorrufen kann. Das ist DER Wegbereiter für Herzerkrankungen, Diabetes und Krebs.

Verzehrempfehlungen

Wie ich bereits in meinem Artikel über den Zuckerverzicht beschrieben habe, sollten wir täglich nicht mehr als sechs Teelöffel Zucker zu uns nehmen (Kinder maximal vier). Wenn man bedenkt, dass ein mittelgroßer Apfel bereits vier Teelöffel enthält, wird klar, dass man den Verzehr wirklich im Auge behalten muss.

Deshalb meine ausdrückliche Empfehlung: maximal eine Portion (faustgroß) Obst pro Tag. Die Empfehlung täglich 5 Portionen Obst und Gemüse zu verzehren, muss man also relativeren. Es sollten vier Portionen Gemüse und nur eine Portion Obst sein.

Zusätlich sollten Honig und Trockenfrüchte nur in Ausnahmefällen gegessen werden.

Wenn man dann zusätzlich darauf achtet, keine versteckten Zucker zu sich zu nehmen, steht dem Wohlfühlgewicht nichts mehr im Wege. Und was in meinen Augen noch viel wichtiger ist: Deine Gesundheit (sowohl die körperliche, als auch die psychische) wird sich dadurch enorm verbessern. Du wirst Dich super fühlen!

Auch wenn der Verzicht eine große Herausforderung ist: bleib dran! Es lohnt sich!