Mein bewegtes Leben (3) – das macht für mich gutes Training aus

Tanz durchs Leben

In den vergangenen Wochen habe ich Dir viel über meine Einstellung zum Thema Bewegung und Training erzählt. Ich hoffe, ich konnte Dir damit die Freude an einem bewegten Leben wieder ein bisschen näher bringen. Ich wünsche es mir sehr, denn ich erlebe es Tag für Tag, wie schön es ist, durchs Leben zu tanzen und aktiv zu sein. Oft werde ich gefragt, wie ich die Wochen verbringe, in denen ich keine Kurse habe. Aber tatsächlich unterscheiden sich die kursfreien Wochen kaum von den anderen 🙂 ! Denn ich bewege mich so gerne, dass ich selbst in dieser Zeit nahezu täglich trainiere. Bewegung ist für mich DER Schlüssel für ein ausgeglichenes Leben und mein Wohlbefinden.

Heute möchte ich Dir meine Kriterien für ein gutes Training zeigen!

So einfach, abwechslungsreich und spaßig wie möglich!

  1. Gutes Training ist einfach und jederzeit durchführbar!
    Die Erfahrung zeigt es immer wieder: wir bleiben nur dann am Ball, wenn es unkompliziert ist! Das gilt für das Training, aber beispielsweise auch für die Ernährug. Deshalb bevorzuge ich immer Übungen, für die ich kein (oder kaum) Equipment brauche und die ich an jedem Ort durchführen kann. Übungen mit dem eigenen Körpergewicht waren, sind und bleiben mein absoluter Favorit!
  2. Geräte im Fitnessstudio sind überbewertet, wir brauchen keine Maschinen!
    Als ausgebildete Fitnesstrainerin kenne ich mich mit den Geräten in den Fitnessstudios natürlich aus und kenne die Vorzüge des Trainings dort. Aber in den Köpfen vieler Menschen sitzt der Gedanke, dass das Training zu Hause oder draußen bei weitem nicht so effektiv ist, wie das Training im Studio. Und die Konsequenz daraus ist leider viel zu oft, dass dann gleich gar nicht mit dem Training begonnen wird 😉 ! Aber ich bin der Meinung, dass das Gerätetraining eigentlich nur in zwei Fällen dem Training mit dem eigenen Körpergewicht vorzuziehen ist: nämlich zum einen dann dann, wenn man sich von einer Verletzung erholen möchte oder krankheitsbedingt ein hohes Verletzungsrisiko hat. Denn die Bewegungen an den Geräten sind immer geführt und damit gut kontrollierbar. Der zweite Fall ist, wenn Du ganz gezielt bestimmte Muskeln definieren willst (also in Richtung Bodybuilding gehst). Denn dann kannst Du mit einem gut ausgefeilten Trainingsplan, ganz präzise jeden noch so kleinen Muskel an Deinem Körper definieren. Alle anderen Menschen tun sich beim Training mit dem eigenen Körpergewicht einen größeren Gefallen, denn es ist anspruchsvoller und trainiert immer auch die Koordination und die Beweglichkeit gleich mit!
  3. Gutes Training ist immer individuell angepasst
    Auch wenn viele prominente Trainer etwas anderes behaupten: DAS ideale Trainingsprogramm für die breite Masse gibt es nicht. Keine Übungen ist für jeden gleichermaßen empfehlenswert und effektiv. Deshalb scheitern viele solcher Trainingsprogramme an irgendeinem Punkt, denn in der Regel ist der Trainierende überfordert und hat bald keine Lust mehr sich wochenlang mit Schmerzen in Gelenken und Muskeln durch die knallharten und oft wenig zielführenden Workouts zu quälen. Individualität geht über alles und ist immer seinen Preis wert!
  4. Gutes Training findet draußen statt
    Sobald die Temperaturen über dem Gefrierpunkt liegen, solltest Du Deine Trainingseinheiten unbedingt nach draußen verlagern! Das Outdoortraining hat viele Vorteile, die Du hier nachlesen kannst!
  5. Gutes Training macht Spaß und ist abwechslungsreich
    Sobald uns eine Sache zu langweilen beginnt, steigt die Gefahr, dass wir es aufgeben 🙂 ! Deshalb bring Abwechslung in Deinen Trainingsplan und finde für Dich Übungen, die Dich zwar herausfordern, die Dir aber auch Spaß machen! Baue auch immer wieder Übungen ein, die Du noch gar nicht beherrscht und arbeite Dich langsam daraufhin. Ich zum Beispiel arbeite ja seit einigen Wochen daran, wieder einen freien Handstand zu schaffen. Ein Ziel vor Augen zu haben ist immer die beste Motivation!
  6. Gutes Training lässt sich problemlos in den Alltag integrieren
    Viele denken, dass das Training nur dann effektiv und sinnvoll ist, wenn es an einem Stück absolviert wird. Aber auch das ist ein Irrglaube! Wenn Du also einen straffen Zeitplan hast oder Du erst vor kurzem Mama geworden bist (was einen straffen UND zusätzlich wahnsinnig chaotischen Zeitplan zur Folge hat), denn splitte Deine Übungen doch einfach auf. Die Kniebeugen lassen sich prima beim Zähneputzen machen. Wenn das Baby schläft oder Du zwischen verschiedenen Terminen ein paar Minuten Luft hast, kannst Du ein paar weitere Übungen absolvieren. Integriere Deine Sporteinheit in Deinen Alltag, gewöhne Dir einen aktiven Lifestyle an. Du wirst sehen, wie viel da doch pro Tag zusammen kommt! Jede Bewegung zählt!

Tu es FÜR Dich – nicht gegen Dich!

Und das Wichtigste kommt wie immer zum Schluss! Tu alles FÜR Dich! Du brauchst Dich nicht bewegen, weil andere das von Dir erwarten oder weil Du ein schlechtes Gewissen hast. Werde aktiv, weil es Dir gut tut und Dein Wohlbefinden steigert. Trainiere nicht um endlich Deine vermeintlichen Problemzonen loszuwerden. Hör auf, Deinen Körper zu bestrafen. Denn Dein äußeres Erscheinungsbild ist immer ein Spiegel Deines Innersten! Denke und sprich liebevoll über Dich selbst und Deinen Körper. Er hört nämlich immer mit. Umarme Dich mal gedanklich selbst und überlege, was Du brauchst, um Dich gut zu fühlen und gesund zu sein. Bewegung ist sicherlich ein großer Teil davon! Und dann bring Dich zum Strahlen! Ein gesunder, starker und schöner Körper definiert sich nämlich nicht über die Konfektionsgröße! Du bist wunderbar und darfst Frieden mit Dir selbst schließen!

Für mich war es ein sehr langer Weg, bis ich das verstehen konnte. Deshalb ist es mir heute umso wichtiger, anderen Frauen dabei zu helfen, ein positives Körpergefühl zu entwickeln! Ich helfe auch Dir gerne dabei!

Mein bewegtes Leben (2) – wie sich meine Einstellung zum Sport verändert hat

Bewegung ist mehr als Training

Nachdem ich Dir im letzten Blogartikel davon erzählt habe, warum mir Sport und Bewegung so wichtig sind, möchte ich heute noch etwas tiefer in das Thema einsteigen. In meiner täglichen Arbeit fällt mir immer wieder auf, dass sich viele Menschen eigentlich nur noch dann bewegen, wenn sie “zum Training gehen”. Das ist eigentlich sehr schade und gibt dem ganzen auch irgendwie einen negativen Touch. Zum Training muss man sich immer aufraffen oder sich überwinden, Training ist immer anstrengend und schweißtreibend, Training nervt und nimmt einem die Zeit für andere schöne Dinge und das Training bereitet mir ein schlechtes Gewissen – nämlich dann, wenn ich es ausfallen lasse. So oder so ähnlich denken heute sehr viele Menschen.

Ich kann gar nicht oft genug darauf hinweisen, dass dieses Denkmuster leider sehr einschränkend ist und uns sehr viel Freude und positive Effekte nimmt. Denn das Problem ist nicht das Training an sich, sondern unser bewegungsarmer und stressiger Alltag. In der Regel stehen wir früh aus dem Bett auf, setzen uns an den Frühstückstisch, fahren mit dem Auto in die Arbeit und verbringen den Tag dann sitzend am Schreibtisch (klar, das gilt nicht für jeden, aber doch für viele), fahren dann nach Hause, setzen uns wieder um das Abendessen einzunehmen und landen dann müde und erschöpft auf der Couch und schließlich wieder im Bett.

Oder Du bist Mama: dann stehst Du nach einer unruhigen, oft viel zu kurzen Nacht auf, nippst müde an Deinem Kaffe und versuchst den ganzen Tag lang irgendwie all Deine Aufgaben unter einen Hut zu bekommen (das ist keine Schwarzmalerei, sondern mein persönliches tagtägliches Empfinden in meinen ersten Jahren als Mama). Und obwohl Du abends hundemüde bist, hat Dein Körper trotzdem nicht die nötige Bewegung bekommen.

Egal ob Dein Leben meinem ersten oder meinem zweiten Beispiel gleicht, oder ganz anders abläuft: unser heutiger Alltag ist nicht sehr bewegungsfreudig! Und gleichzeitig fühlen wir uns enorm gestresst. Warum diese Kombination so ungünstig ist, erkläre ich Dir gerne!

Bewegung ist ein essentielles Grundbedürfnis

Unser Körper ist darauf angewiesen, dass wir ihn auch benutzen. Nur so kann er gesund und leistungsfähig bleiben. Unsere Gelenke müssen benutzt werden, weil sich sonst die Beweglichkeit immer mehr einschränkt, unser Herz muss regelmäßig angeregt werden und das Herz-Kreislauf-System muss mit kleinen Herausforderungen klar kommen können. Sonst wird für uns selbst das Treppensteigen mal zu einer großen Herausforderung. Unsere Muskeln müssen regelmäßig unter Belastung stehen, weil sie sonst einfach verkümmern und immer kleiner werden. Ist das der Fall, wird jeder Wocheneinkauf zur Belastung. Und Muskeln, die bewegt werden, zerren auch immer an unseren Knochen und regen diese an stark und fest zu bleiben. Ansonsten kann sich eine Osteoporose entwickeln, die unsere Lebensqualität enorm einschränkt.

Das muss uns allen einfach wieder viel mehr bewusst sein! Körperliche Bewegung ist kein Bonus, kein Punkt auf unserer To-Do-Liste, sondern es ist ein absolutes Grundbedürfnis! Und dabei ist eine Trainingseinheit am Abend nur EINE von vielen Möglichkeiten um seinen Körper ausreichend zu bewegen. Das wichtigste ist nur, dass die Bewegung überhaupt stattfindet! Erst wenn Du ein konkretes Ziel hast, auf das Du hintrainierst (Beseitigung von Rückenschmerzen zum Beispiel), kommst Du um eine strukturierte Trainingseinheit nicht herum.

Du tust Dir, Deinem Körper und Deinem Wohlbefinden also wirklich einen großen Gefallen, wenn Du trotz der vielen bequemen technischen Möglichkeiten (Auto, Aufzug, Drive-through-Schalter) in Deinem Alltag, Deinen Körper möglichst viel bewegst. Steh doch jetzt gleich mal auf, streck Dich, erlaube Deinen Körper mal wieder richtig Platz einzunehmen! Erhebe Deinen Kopf, kreise die Schultern, streck die Arme mal lang und lass sie einfach locker um Deinen Körper fliegen, kreise die Hüften, stell Dich mal auf die Zehenspitzen, schwing die Beine vor und zurück. Spürst Du wie Dein Energielevel sofort ansteigt? Gott hat Dir einen wunderschönen Körper geschenkt, benutz ihn auch 🙂 !

Ausdruck & Verarbeitung von Emotionen

Wenn wir uns bewegen, passiert auch auf geistiger, psychologischer Ebene etwas in und mit unserem Körper. Innen und Außen wirken sozusagen Hand in Hand! Der Körper hilft der Psyche und umgekehrt. Vielleicht hast Du schon mal eine Katze oder ein Pferd beobachtet, wie es sich nach einer Situation verhält, in der es einen Schreck bekam. Die erste Reaktion ist Flucht. Sobald die Situation für das Tier nicht mehr bedrohlich ist, entspannt es sich dann. Es räkelt sich (die Katze) oder schlägt mit dem Schweif (das Pferd) und es schnaubt einige Male laut. Nur um ein Beispiel zu nennen. Das alles geschieht, damit die Energie, die die stressige Situation im Körper entstehen hat lassen, wieder entladen werden kann. Der Körper hilft der Psyche dabei, das traumatische Erlebnis zu verarbeiten und loszulassen. Beim Menschen funktioniert dieses Prinzip ganz genauso.

Doch leider können wir in den seltensten Fällen aus stressigen, gefährlichen oder unangenehmen Situationen nur sehr selten einfach flüchten. Und sich im Büro mal zu räkeln wie eine Katze, würde auch nur komische Blicke auf uns ziehen 🙂 ! Dies führt aber leider dazu, dass sich Energie in unseren Körper staut. Fehlt dann auch ganz grundsätzlich in unserem Leben die Bewegung, nehmen wir uns selbst die Möglichkeit für Entspannung und Ausgleich zu unserem täglichen Stress zu sorgen.

Diese Kombination kann sehr gefährlich werden. Viele Rückenschmerzen, Migräneanfälle, Verdauungsprobleme und und und ließen sich vermeiden, wenn wir es schaffen würden, uns wieder mehr zu bewegen.

Du siehts also: Bewegung ist mehr als Training! Es ist eine großartige Investion in unseren Körper und unsere Gesundheit!

Das ist mir heute beim Training wichtig:

Nachdem mir all das in den letzten Jahren und speziell den letzten Monaten klar geworden ist und ich die Zusammenhänge noch besser verstanden habe, hat sich auch meine Art zu trainieren komplett verändert. Die folgenden zwei Punkte müssen für mich erfüllt sein, sonst fliegt eine Übungen sofort wieder von meinem Trainingsplan:

  1. Heute ist es mir wichtig, dass ich beim trainieren immer eine kindliche Bewegungsfreude verspüre (Dazu habe ich vor einiger Zeit schon mal diesen Blogartikel geschrieben). Die einzelnen Übungen müssen mir unbedingt Spaß machen und mich eine gewisse Leichtigkeit spüren lassen. Meine Bauchmuskulatur trainiere ich deshalb schon lange nicht mehr mit öden SitUps.
  2. Außerdem stelle ich mir immer die Frage: Unterstützt mich diese Übung, um meinen Alltag noch besser meistern zu können? Brauche ich die Fähigkeit, die ich mit einer bestimmten Übung trainiere wirklich oder würde sie eh wieder verkümmern, sobald ich mit dem Training aufhöre? 10 oder gar 15 km Läufe mache ich deshalb beispielsweise nicht mehr. Es würde mich viel Mühe kosten, meine Kondition soweit aufzubauen, dass ich die Strecke so gut meistern kann, dass es mir sogar Spaß macht. Und sobald ich mal zwei oder drei Wochen nicht laufen könnte, würde ich meine Form schnell wieder einbüßen. Deshalb laufe ich eher kurze Distanzen oder trainiere meine Ausdauer beim Schwimmen. Da ist der Funfaktor für mich einfach höher 🙂 !

Such die Herausforderung!

Und hier kommt noch mein ultimativer Tipp, um auch Deine Einstellung zum Thema Bewegung und Training positiv zu verändern und Dir neuen Schwung zu geben: such Dir eine Übung, die Du nicht beherrscht und arbeite dann solange konsequent daran, bis sie Dir gelingt! Such Dir eine Herausforderung. Denke ruhig groß, damit Du wirklich ein lohnenswertes Ziel vor Augen hast! Vielleicht musst Du Dich erst mal eine längere Zeit mit vorbereitenden Übungen beschäftigen, aber das ist egal. Bleib einfach dran! Du musst Dir dafür auch gar keine Stunde Zeit nehmen. Mach es einfach dann, wenn Du gerade ein paar Minuten im Alltag übrig hast und wenn Dir danach ist. Du wirst sehen, das weckt Deinen Ehrgeiz und Du findest schnell Spaß daran.

Ich arbeite zur Zeit daran, einen freien Handstand zu schaffen und dann verschiedene Postionen zu halten. Angefangen habe ich dafür vor einigen Wochen im Schulterstand und jetzt gehe ich allmählich zum Kopfstand über. Zusätzliche mache ich viele Stützübungen wie die Planke um meine Kraft in den Armen, den Schultern und im Bauch zu verbessern. Jeden Tag ein paar Minuten. Das ist einfach genial! Probier es mal aus!

Nächste Woche gibt es den dritten und letzten Teil meiner Blogserie. Da verrate ich Dir dann meine Empfehlungen für ein richtig erfolgreiches und spaßiges Training.

Mein bewegtes Leben (1) – oder warum mir Sport so wichtig ist!

Es lebe der Sport!

Heute möchte ich Dir ein bisschen von mir und meinem Leben erzählen. Denn mir ist es echt ein Herzensanliegen, Dir zu zeigen, warum der Sport oder das Training für mich jeden Tag dazu gehört und einen großen Teil meiner Persönlichkeit ausmacht. Meine Einstellung hat sich dabei gerade in den letzten beiden Jahren sehr verändert. Einige Punkte sind gleich geblieben, andere haben sich komplett ins Gegenteil verwandelt. Ich wünsche mir für Dich, dass diese Blogserie Dein Herz erreicht und Du vielleicht auch für Dich die Freiheit entdecken kannst, die ich gewonnen habe. Aber ich beginne wohl besser am Anfang meiner Geschichte 🙂 !

Wie ihr vielleicht schon wisst, bin ich auf dem Land groß geworden (und da lebe ich auch heute noch 😉 ). Schon in meiner Kindheit und Jugend habe ich jede freie Minute draußen verbracht. Ich war mit dem Fahrrad oder den Inline Skates unterwegs, war schwimmen oder laufen. Ich bin auf Bäume geklettert und habe das Einrad fahren gelernt. Jahrelang habe ich Volleyball und Fussball gespielt. Leidenschaftlich gern. Im Winter bin ich anfangs Ski gefahren und irgendwann auf das Snowboard umgestiegen. Das liebe ich heute noch sehr! Kurz um: ich war immer den ganzen Tag in Bewegung! Der Sport war gewissermaßen der Kleister, der mein Leben zusammen gehalten hat. Ein Element, das alles in Verbindung gebracht hat. Denn natürlich war ich dabei immer von sehr vielen, super netten Menschen umgeben, die meine Leidenschaft teilten! Es entsanden schon in dieser Zeit Freundschaften, die bis heute anhalten.

Faszination Gruppentraining

Während meiner Jugend entdeckte ich dann auch das Training in Gruppen für mich. Alles begann mit einem Step-Aerobic-Kurs, den ich über die VHS absolvierte 🙂 ! Der Schwung und die Freude, die man erlebt, wenn man mit anderen gemeinsam Sport macht, faszinierte mich von Anfang an! Ich begann die verschiedensten Kursangebote auszuprobieren und fühlte mich in dieser Welt sehr wohl. Und ich begann zu begreifen, dass sich der Körper positiv verändert, wenn man die Bewegung zu einem zielgerichteten und konstanten Trainingskonzept wandelt. Bereits damals begann ich mich mit einzelnen Übungen auseinander zu setzen und erstellte für mich konkrete Trainingspläne.

Schicksalsjahr 2008

Dann kam das Jahr 2008 und es sollte alles anders werden. Ich plagte mich zu diesem Zeitpunkt bereits seit vielen Jahren mit starken Knieproblemen. Ständig war das Gelenk entzündet, geschwollen und ich konnte oft nur unter starken Schmerzen überhaupt gehen. An Sport war phasenweise in keinster Weise mehr zu denken. Sehr aufgeregt saß ich Anfang des Jahres 2008 im Wartezimmer eines neuen Orthopäden, der mir empfohlen worden war. Schon nach wenigen Minuten stand für ihn fest: ohne eine große Operation wird es nicht gehen. Seine Aussage, dass ich nach der OP keinen Sport mehr werde machen können, zog mir den Boden unter den Füßen weg. Schließlich war ich gerade einmal 23 Jahre alt und mein ganzes Leben bestand quasi nur aus Sport. Würde ich die OP allerdings verweigern, würde die chronische Entzündung in meinem Knie bald ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Mein Knorpel hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen enormen Schaden erlitten, meine Kniescheibe war durch die Fehlstellung und die daraus entstehende falsche Belastung bereits völlig verformt und die Bänder hatten ebenfalls ihren Dienst versagt.

So ging es für mich dann im Mai 2008 nach Nürnberg und ich ließ schweren Herzens die OP durchführen. Auch die Ärzte dort rieten mir dringend davon ab, nach der OP wieder Sport zu machen. Mein Knie würde zwar heilen und die Entzündung weg gehen, aber es wäre einfach nicht mehr belastbar genug. Schach spielen wäre doch eine gute Alternative! – meinten sie damals scherzhaft. Mir war gar nicht nach Lachen zumute.

Aufgeben ist keine Option

Doch die OP verlief einfach perfekt. Als die Ärzte mir das mitteilten, erwachte in mir ein neuer Wille! Alles in mir brannte und ich war fest entschlossen mich nicht aufzugeben. Schon im Krankenhaus übte ich unter den ungläubigen Augen der Physiotherapeuten das Gehen, das Treppensteiegen, das Abwinkeln des Knies. Ich fragte nach Übungen um das Knie wieder fit zu bekommen und führte diese entschlossen durch. Wieder zu Hause verbrachte ich jeden Tag damit. Nach 12 Wochen auf Krücken machte ich die ersten unsicheren Schritte ohne und ich merkte, dass sich der Kampf zwar gelohnt hatte, aber noch ein sehr, sehr weiter und anstrengender Weg vor mir lag. Insgesamt dauerte es dann eineinhalb Jahre, bis ich wieder problemlos Treppen steigen, Fahrrad fahren, schwimmen und walken konnte.

Nach zwei Jahren konnte ich mich wieder hinknien und kurze Strecken joggen. Dieser Moment, als ich zum ersten Mal wieder durch den Wald rannte, hat sich für immer in meinem Kopf eingebrannt. Denn er veränderte mein Leben komplett. Dort, alleine zwischen den Bäumen, entschloss ich mich Trainierin zu werden und meldete mich noch am gleichen Abend für mein erstes Fernstudium bei der BSA in München an.

Trainiere für Dich – nicht gegen Dich!

Unglaubliche neun Jahre sind seitdem vergangen. Für mich eine sehr lehrreiche, intensive und unfassbar schöne Zeit! Heute genieße ich es mehr denn je, all meine Erfahrung im Bereich Sport und Bewegung an meine Kursteilnehmer weiter zu geben. Ich bin jeden Tag mit Herzblut dabei! Was mich aber immer sehr betroffen macht ist folgendes: Teilnehmerinnen (und es sind in aller Regel die Frauen), die nur gegen ihren Körper arbeiten. Die schlanker sein wollen, fitter sein wollen, straffer sein wollen und sich dafür aufs äußerste quälen. Oft ist der Sport für sie die Bestrafung für die Entgleisung bei den letzten Mahlzeiten oder der Tüte Chips, der Tafel Schokolade auf der Couch. Die Bewegung hat dabei jeden Aspekt der Freude und der Leichtigkeit verloren. Es ist nur noch ein Mittel zum Zweck!

Falls Du Dich hier wieder erkennst, möchte ich Dich ermutigen ganz schnell die gedankliche Reißleine zu ziehen! Hör auf gegen Dich und Deinen Körper zu trainieren und beginne noch heute damit FÜR Dich Sport zu machen! Für Dein Wohlbefinden (körperlich und psychisch) und für Deine Gesundheit!

Finde eine Sportart, die Dir Spaß macht! Entdecke Übungen, die Dich berühren und Dich herausfordern! Beweg Dich draußen an der frischen Luft! Tu es FÜR DICH! Es geht nämlich um Dich und nicht um eine bestimmte Konfektionsgröße! Ich selbst schwanke immer mal wieder zwischen den Größen 38 und 42. Aber egal welche Zahl gerade auf den Etiketten meiner Kleidung steht: ich bin immer körperlich fit und fühle mich gut! Ich habe Kraft und Ausdauer und eine gute Beweglichkeit! Heute bin ich soweit, dass ich es meinem Körper zugestehen kann, dass er manchmal eine gewisse Reserve mit sich herum trägt. Das nehme ich ihm schon lange nicht mehr übel. Denn ich weiß, dass auch wieder andere Zeiten kommen!

Beweg Dich – körperlich und mental!

In den nächsten Blogbeiträgen werde ich Dich teil haben lassen an meinen Erkenntnissen. Ich werde Dir zeigen, warum Bewegung ein ganz grundlegendes Bedürfnis Deines Körpers ist und wie ein sinnvolles Training in meinen Augen ausschauen sollte. Ich will Dir klar machen, dass Bewegung und Sport vor allem eines sein sollte: frei, freudvoll und abwechlsungsreich! Dazu müssen wir alle uns auch mental bewegen! Wir müssen alte Glaubenssätze los lassen und uns für neue öffnen! Dann ist Sport mehr als die Überwindung des inneren Schweinehundes und dann werden echte Veränderungen möglich! Voller Leichtigkeit!

Und Deine Geschichte?

Wie stehst Du heute zum Thema Sport? Wie war das in Deiner Kindheit und Jugend? Was hat sich verändert? Lass mich gerne daran teilhaben. Ich freue mich auf den Austasuch mit Dir! Gerne unten in den Kommentaren oder Du schreibst mir!

Deine Bewegung

Erlebe Bewegung in harmonischer Atmosphäre und im Einklang mit Deinem Körper!

Natürlich – bewegen

 Tanja Franz

Natürlich – bewegen

Schon von Kindesbeinen an, war und bin ich gerne in Bewegung. Ich liebe es Sport zu treiben und habe deshalb schon vieles ausprobiert. Egal ob Ballsportarten wie Volleyball und Fussball, Ausdauersport wie Walken, Laufen und Fahrrad fahren, Snowboard fahren und Schlittschuh laufen im Winter oder Funktional Training mit dem eigenen Körpergewicht. Am liebsten bin ich dabei draußen in der freien Natur und genieße die frische Luft. Durch regelmäßige Bewegung fühle ich mich körperlich und seelisch einfach besser und pudelwohl in meinem Körper 🙂 !

Seit 2010 arbeite ich als Gruppentrainerin und seit 2015 auch als Fitnesstrainerin und Personal Trainerin. Meine Leidenschaft für den Sport und die Bewegung mache ich damit zu meinem Beruf!

Setz auch Du Dich in Bewegung…

Ich arbeite ausschließlich mit und für Frauen! Gerne helfe ich auch Dir dabei eine Trainingsform zu finden, die Dich genau an dem Punkt abholt, an dem Du gerade stehst. Gemeinsam arbeiten wir an Deiner Ausdauer, Deiner Kraft, Deiner Beweglichkeit und Deiner Koordination, so dass Du Deine Trainingsziele erreichen kannst. Mein Herzensanliegen ist es, dass Du Dich durch die Arbeit mit mir, in Deinem Körper wirklich wohl fühlen und zu Deiner Weiblichkeit stehen kannst.

Bei folgenden Themen stehe ich Dir gerne zur Seite:

  • Gewichtsreduktion
  • Körperstraffung
  • Steigerung der Kraftausdauer
  • Definition der Muskulatur
  • Muskelaufbau
  • Ausgleich von Dysbalancen
  • Steigerung der Ausdauer

Individuelles Training

Aber natürlich haben Deine Wünsche und Bedürfnisse absolute Priorität! Alles ist möglich!

Durch meine Zusatzqualifikationen als “Rückenschultrainerin”, “Trainerin bei Osteoporose”, “Fit durch die Schwangerschaft”, “WALK5 Kursleiterin” und “Pilatestrainerin”kann ich Dir auch bei besonderen Beschwerden jederzeit helfen.

Meine Trainingsgrundsätze

Bei meiner Arbeit als Trainerin verfolge ich einige Grundsätze, die ich als absolut wichtig erachte:

  • Training muss Spaß machen! Nur wenn mir etwas Freude macht, bleibe ich auch am Ball!
  • Training muss abwechslungsreich sein! Täglich die selben eintönigen Bewegungen zu machen führen sicher niemanden ans Ziel!
  • Training muss unkompliziert sein! Ein gutes Trainingskonzept lässt sich perfekt in den Alltag integrieren!
  • Training muss meinem natürlichen Bewegungsdrang entsprechen! Individualität steht über allem!
  • Training muss zum Erfolg führen!
  • Training für Frauen muss die weiblichen Bedürfnisse und Besonderheiten berücksichtigen!

Bewegung war eigentlich immer von Natur aus ein ganz fester und wichtiger Bestandteil des Lebens. Durch unseren modernen Lebensstil hat sich das komplett geändert! Heute muss man wirklich kreativ werden um einen bewegten Alltag haben zu können! Und das ist, meiner Meinung nach, auch das große Problem an der Sache. Jedem ist zumindest ein Stück weit bewusst, dass Bewegung gesund ist, aber dann tatsächlich aktiv(er) zu LEBEN ist schon eine Herausforderung. Familie, Job, Freunde und diverse Verpflichtungen bestimmen unseren Tagesablauf.


Aber hier kann ein individueller Trainingsplan, bzw. ein gutes Gruppenangebot wahre Wunder wirken!

Du möchtest auch aktiv(er) leben und etwas für Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden tun?
Du suchst nach einer passenden Trainingsgruppe? Oder möchtest nur mit mir 1:1 trainieren?

Dann kontaktiere mich und ich werde Dir dabei helfen!
Das ganze Jahr über biete ich Kurse an und stehe Dir auch als Personal Trainerin jederzeit zur Verfügung!