Nur Mut! – Dein achtsamer Weg zu mehr Selbstliebe (2)

Na, wie lief Dein Date?

Diese Frage mag Dir jetzt vielleicht komisch vorkommen 🙂 ! Aber in meinem letzten Blogartikel habe ich Dich dazu aufgefordert, Dir täglich eine 15 minütige Ich-Zeit zu gönnen. Und das ist ja quasi ein Date mit Dir selbst! Hast Du es geschafft, Dich mit Deinen Wünschen und Bedürfnissen näher auseinander zu setzen? Ich wünsche es Dir von Herzen! Ich wünsche Dir, dass Du Klarheit gefunden hast! Einen Ansatzpunkt oder schon eine konkrete Vorstellung davon, was Du anpacken und verändern möchtest!

Heute, im zweiten Teil dieser Beitragsreihe, möchte ich Dir Mut machen, nun auch Schritte zur Veränderung zu gehen.

Du bist wichtig!

Diese Botschaft möchte ich heute ganz bewusst an alle jungen Frauen und ganz besonders an die Mamas rausgeben: Du bist wichtig! Du bist wundervoll, genau so wie Du bist! Du bist einzigartig und Du bist liebenswert! Du bedeutest für irgendjemanden die Welt! Du machst für irgendjemanden den feinen Unterschied! Sei Dir dessen immer bewusst!

Und was mir noch wichtiger ist: Du musst es Dir nicht erst verdienen, dass es Dir gut gehen darf. Nein, das ist Dein Recht, von Geburt an! Fang nicht erst dann an, Dich um Dich und Deine Bedürfnisse zu kümmern, wenn es schon zu spät ist!

  • Ruh Dich nicht erst aus, wenn Du müde bist! Ruh Dich aus bevor Du erschöpft und ausgebrannt wirst.
  • Fang nicht an gesund zu essen, wenn Du Dein Spiegelbild nicht mehr ertragen kannst. Gönne Dir jeden Tag frisches und gesundes Essen!
  • Trinke nicht erst, wenn Du Kopfweh hast und Dich nicht mehr konzentrieren kannst! Trinke, um Deinen Körper vital und lebendig zu halten.
  • Bewege Dich nicht erst, wenn Dein Körper schmerzt und völlig aus der Form geraten ist. Bewege Dich freiwillig Tag für Tag, weil das Deiner Natur entspricht (damit ist nicht unbedingt nur Sport gemeint).
  • Lauf nicht davon, wenn Dir alles über den Kopf gewachsen ist. Geh täglich raus an die frische Luft und lass zu, dass der Wind Deinen Kopf frei pustet 🙂 !
  • UND: Ignoriere kleine Probleme nicht so lange, bis sie zu einer großen Katastrophe herangewachsen sind (das tun sie meistens). Pack es gleich an und gestalte Dein Leben aktiv!

Steh für Dich selbst ein!

Wenn wir mit unserer Situation unzufrieden sind und es uns schlecht geht, neigen wir oft dazu anderen oder unseren Umständen die Schuld daran zu geben. Meiner Erfahrung nach ist das aber (oft) der falsche Weg. Oder zumindest der vermeintlich einfachere. Denn wir geben damit die Verantwortung für uns und unser Wohlbefinden ab. Dabei sollten wir einmal genauer hinschauen! Wir können nicht von anderen erwarten, dass sie unsere Bedürfnisse wahrnehmen und stillen, wenn wir sie selbst nicht klar kommunizieren und durchsetzen.

Deshalb mein Appell an Dich:

Lerne Deine Bedürnisse kennen und trau Dich dafür einzustehen! Sei mutig!
Gib Deinem Umfeld eine Chance Dir zu helfen!

Was so einfach klingt, ist in der Realität oft gar nicht so einfach umzusetzen! Aber bleib dran und wachse innerlich!

Im nächsten Beitrag zeige ich Dir konkrete Schritte, die Du unternehmen kannst, um Deinen Weg zur achtsamen Selbstliebe weiter zu gehen!

Achtsamkeit: die Kraft der Gegenwart entdecken

Achtsamkeit – was ist das eigentlich?

Der Begriff Achtsamkeit wird seit einigen Jahren häufig verwendet und viel diskutiert. Zu recht – wie ich finde! Aber was ist Achtsamkeit eigentlich genau? Im Prinzip bedeutet es, jeden Moment bewusst wahrzunehmen und zu akzeptieren, was ist, ohne es zu bewerten oder verändern zu wollen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Ich glaube, dass es uns allen, auch mir, gut tun würde, mehr in der Gegenwart zu leben. Doch obwohl vielen klar ist, dass eine solche Einstellung uns definitiv entstressen würde, fällt es uns unglaublich schwer hier Schritte der Veränderung zu gehen. An was liegt das?

Wie unser Gehirn funktioniert

Dein Gehirn ist die Schaltzentrale eines ausgeklügelten Systems. Es erhält Dich am Leben, indem es alle Vorgänge im Körper managt. Soweit so gut. Wenn Du Dein Gehirn aber ständig überforderst –  durch permanente Erreichbarkeit, Dauerbeschallung durch TV, Internet, Radio, Stress, Hektik, Druck in Beruf und Familie – und gleichzeitig die Ruhepausen fehlen, schaltest Du quasi auf Autopilot, Du lebst unbewusst. Deine Gedanken beschäftigen sich oft mit der Vergangenheit oder sind schon in der Zukunft (Wie soll das nur werden? Wie kann ich dieses und jenes Problem angehen? Damals ging das auch schon schief… ). Du bist gedanklich überall, nur nicht dort wo Du eigentlich bist, wo sich Dein physischer Körper gerade befindet.

Symptome entstehen…

Dadurch merkst Du gar nicht mehr, was Dein Körper und auch Deine Seele gerade brauchen. Du bist ja geistig gar nicht anwesend. Früher oder später entwickelt der Körper Symptome, um den Geist dadurch in den Körper zurück zu holen. Er macht auf sich aufmerksam. Du bekommst vielleicht Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Hautausschläge, Heißhungerattacken, Konzentrationsstörungen, usw. Betrachte das als Hilferuf und nicht als Aufforderung Tabletten zu nehmen oder Schokolade zu essen! Ändere etwas! Jetzt!

Was Achtsamkeit bewirken kann:

Die gute Nachricht: Achtsamkeit lässt sich trainieren und verbessern! Meditationsübungen, Zeiten der Stille und Ruhe, einige Stunden ohne Smartphone und Tablet, ein Spaziergang oder Bewegung an der frischen Luft, helfen Dir dabei, aus dem wirbelnden Hamsterrad auszusteigen und das Tempo zu drosseln. Deinen Sinnen und Deinen Gehirn eine Pause zu gönnen von den abertausenden Eindrücken, die es tagtäglich zu verarbeiten gilt, kann viel bewirken – wenn man sich die Auszeiten regelmäßig gönnt!

Im Kleinen das Besondere entdecken!

Wenn Du ganz bei Dir bist und Deine Sinne aufnahmebereit sind, wirst Du vieles plötzlich wieder entdecken und wahrnehmen können. Die Schönheit eines Sonnenaufgangs, der süß-säuerliche Geschmack eines Apfels, die Wärme, die nur eine Umarmung schenken kann, wie herrlich Dein Schaumbad duftet, wie gut ein großes Glas kaltes Wasser tun kann…

Außerdem:
Nur wenn Du achtsam bist, wird es Dir gelingen, schlechte Gewohneheiten abzulegen und neue, positive zu entwicklen! Nur dann kannst Du Dich besser ernähren, mehr trinken, mehr bewegen! Veränderung beginnt im Kopf, genau genommen in einem entspannten Kopf 🙂 !

Deshalb solltest Du viel öfter “SEIN” statt “MACHEN”! Nicht umsonst heißt es in der Bibel: Am 7. Tage sollst Du ruhen!

  • hier und jetzt statt dann und dort
  • wahrnehmen statt denken
  • Sinne statt Gehirn einsetzen
  • beobachen statt bewerten
  • geschehen lassen statt beeinflussen
Das wünsche ich Dir von Herzen!