30 Pflanzen fürs Immunsystem

Der Darm, Sitz unseres Immunsystems

Neben dem Nervensystem ist das Immunsystem eines der komplexesten Systeme in unserem Körper. Die Abwehr der Erreger findet dabei auf mehreren Ebenen des Körpers statt.

Bereits im Mundraum werden durch den Speichel und die Mundschleimhaut erste Eindringlinge abgefangen. Sollten doch welche weiter in den Körper vordringen, stellen sich hochspezialisierte Abwehrzellen entgegen und bekämpfen diese.

Wenn man das Immunsystem näher betrachtet, unterscheidet man die spezifische und die unspezifische Abwehr.

Die unspezifische Abwehr wird auch angeborenes Immunsystem genannt und steht uns – wenn auch noch nicht vollständig ausgebildet – ab der Geburt zur Verfügung. Sie umfasst in erster Linie alle äußerlichen Barrieren wie die Haut und die Schleimhäute, aber auch Magensäure und Urin. Der Hauptsitz unseres unspezifischen Immunsystems ist dabei unser Darm. Die Darmschleimhaut und die darauf angesiedelte Darmflora sind hauptverantwortlich dafür, wie gut wir mit eindringenden Erregern zurechtkommen.

Möchten wir also unser Immunsystem stärken, kommen wir an unserer Darmgesundheit nicht vorbei.

Seltener, dafür hochwertiger

Ein grundsätzliches Problem in unserer heutigen Ernährung liegt darin, dass wir eine zu hohe Mahlzeitenfrequenz haben. Wir sollten seltener essen, als wir es heute in der Regel tun. Ein guter Richtwert ist dabei, maximal 3 Mahlzeiten pro Tag und nicht mehr als 19 – 21 Mahlzeiten pro Woche zu sich zu nehmen. Auch das Intervallfasten kann ein absoluter Gamechanger für unsere Ernährung und somit unsere Gesundheit sein. Durch zu viele Mahlzeiten belasten wir ansonsten nämlich den Körper, vor allem die Bauchspeicheldrüse, unnötig. Durch den hohen Aufwand der ständigen Nahrungsverwertung, bleibt oft zu wenig Energie um auch andere Systeme, wie eben das Immunsystem, am Laufen zu halten.

Außerdem müssen wir wieder mehr auf die Qualität unserer Speisen und eine ausgewogene Aufnahme von Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen achten. Sonst nehmen wir zwar genügend Kalorien auf, werden also satt, unsere Zellen hungern aber trotzdem, da die Mikronährstoffe fehlen. Auch ein solcher Mangel ist für unser Immunsystem ein großes Problem.

Die Darmflora: je bunter, desto besser

Die Darmflora, auch Mikrobiom genannt, besteht aus über 100 Billionen Mikroorganismen (Bakterien) und ist in unserem Darm angesiedelt. Man kann die Darmflora mit einem bunten, sehr diversen Garten vergleichen. Denn auch hier gilt: je größer die Vielfalt, desto intakter ist diese kleine Ökosystem!

Je größer die Bakterienvielfalt in unserem Darm ist, desto aufmerksamer ist unser Immunsystem, und desto besser ist unser Gesamtgesundheitszustand. Auch die Allergieanfälligkeit ist geringer, wenn sich dort  viele verschiedene Bakterienstämme tummeln.

Man unterscheidet dabei nach heutigem Stand der Wissenschaft zwischen “guten” und “schlechten” Darmbakterien. Wobei noch nicht eindeutig geklärt ist, ob die schlechten wirklich so schlecht sind. Ähnlich wie das Unkraut im Garten, das ja auch sehr viel positives mit sich bringen kann.

Das Gleichgewicht der Bakterien wird schnell und empfindlich durch eine dauerhaft schlechte Ernährung gestört, was überaus unangenehme Folgen haben kann.

30 Pflanzen pro Woche - die Immunchallenge

Wie kann man nun der eigenen Darmflora am leichtesten etwas Gutes tun? Indem man möglichst viele verschiedene Pflanzen zu sich nimmt! Obst, Gemüse, Pilze, Nüsse, Kerne, Samen und natürlich Kräuter! Kräuter machen bereits in kleinen Mengen aus einer Mahlzeit ein Arzneimittel und helfen uns enorm dabei, eine große Vielfalt in unsere Ernährung zu bekommen.

Es ist erwiesen, dass bei einer Aufnahme von mehr als 30 verschiedenen Pflanzen pro Woche, die Darmfloravariabilität signifikant zu nimmt! Das klingt natürlich nach viel, kann aber eine tolle Challenge sein um das eigene Immunsystem fit für den kommenden Winter zu machen. 

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