Regionale Superfoods

Der Begriff “Superfoods” ist derzeit in aller Munde und die Regale der Lebensmittelmärkte sind voll davon. Doch was sind Superfoods eigentlich so genau? Und müssen es immer Exoten aus Übersee sein oder gibt es auch regionale Superfoods? Das alles wollen wir heute mal genauer betrachten.

Kein Phänomen der Moderne

Auch wenn es so scheinen mag und die Lebensmittelhersteller uns das oft suggerieren wollen: Superfoods gibt es nicht erst seit einigen Jahren! Ganz im Gegenteil! Schon seit tausenden von Jahren wissen die Menschen, welche Lebensmittel besondere gesundheitsfördernde und heilsame Eigenschaften besitzen. Schon seit Menschengedenken werden Lebensmittel ganz bewusst eingesetzt um den Körper und auch die Psyche positiv zu beeinflussen. Bereits in der Antike wussten die Menschen in den Hochkulturen der Chinesen, Griechen, Römer und Ägypter, dass unsere Ernährung einen sehr großen Einfluss auf unser Wohlbefinden nimmt. Das alles spiegelt sich in ihren Essgewohnheiten und Traditionen nieder, die teilweise noch heute anerkannt und aktiv angewendet werden.

Damals wurden alle Erkrankungen durch Lebensmittel kuriert, Pillen aus der Apotheke gab es damals ja noch nicht. Man versuchte durch den gezielten Einsatz von Kräutern, Obst, Gemüse, Pilzen, Beeren, Nüssen, Samen und Kernen den Organismus zu heilen. Medizin und Ernährung waren damals eins!

Und heute?

Klar gibt es heute auch noch so einige Hausmittelchen, wie Zwiebeln bei Ohrenschmerzen oder Fencheltee bei Verdauungsbeschwerden (beides sind übrigens regionale Superfoods). Doch zum Großteil fand eine gravierende Trennung zwischen Medizin und Ernährung statt. Auch in der Ausbildung der Ärzte. Für mich ist das eine wirklich negative Entwicklung. Viel zu viele Menschen essen minderwertige Nahrung und kurieren ihre Beschwerden mit chemischen Mitteln. Dabei wäre es doch so viel einfacher, gesünder und umweltschonender, wenn man von vornherein täglich gesundheitsfördernde Stoffe durch hochwertige, biologische und pflanzliche Lebensmittel zu sich nehmen würde!

Superfoods satt!

Obowhl es keine rechtlich bindende Defintion gibt, welches Lebensmittel ein Superfood ist und welches nicht, so lässt sich dieser Begriff trotzdem sehr genau erklären: Superfoods sind besonders nährstoffreiche Lebensmittel, die eine positive Auswirkung auf Gesundheit und Wohlbefinden haben. Sie sind in der Regel pflanzlichen Ursprungs und stecken voller Phytonährstoffe (phyto = pflanzlich). Zu diesen zählen Antioxidantien, Flavonoide, Phytosterole, Isoflavone, Ballaststoffe und gesunde Fette. Was diese Stoffe alles können ist faszinierend! Sie wirken unter anderem antibakteriell, antiviral, antioxidativ und antikarzinogen. Diese Stoffe unterstützen unsere Zellgesundheit, unseren Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System, die Psyche, den Hormonhaushalt und und und. Die Liste ist endlos lang!

Und das Beste daran? All diese Phytonährstoffe findet man in den regionalen Produkten genauso, wie man sie in den gehypten Superfoods aus Übersee finden kann. Ich möchte Gojibeeren, Chiasamen und wie sie alle heißen nicht grundsätzlich ablehnen oder negativ bewerten. Auch ich verwende sie ab und zu und erfreue mich an den immer neuen Geschmacksvarianten und der großen Auswahl. Der Hauptbestandteil meiner Nahrung ist allerdings durchwegs regional! Ich liebe es mein Essen selbst anzubauen oder beim Bauernhof in der Nähe zu kaufen.

Regionale Superfoods sind unschlagbar!

Wie bereits erwähnt, sind auch viele unserer heimischen Produkte Superfoods! Regionale Superfoods eben 🙂 ! Mich fasziniert das sehr und seit ich mich näher damit beschäftige, habe ich nochmal sehr, sehr viel dazugelernt. Doch was sind eigentlich die Vorteile, die sich aus einer regionalen und saisonalen Ernährung ergeben? Mit am wichtigsten ist mir das Aroma, die Qualität und eben die positiven Auswirkungen für die Gesundheit. Produkte mit kurzen Transportenwegen kommen frisch in den Handel und damit auf den Esstisch. Weil dieses Obst und Gemüse oft im Freilandanbau kultiviert wird, ist es tatsächlich der natürlichen Sonne und unterschiedlichen Wetterbedingungen ausgesetzt. Das führt dazu, dass die Lebensmittel nur so vor Phytonährstoffen strotzen . Geerntet wird zum optimalen Reifezeitpunkt, was bei Produkten mit langen Transportwegen meist nicht möglich ist.

Baut man seine regionalen Superfoods sogar selbst man, kann man komplett auf Dünger und Spritzmittel verzichten, bzw. auf natürliche Mittel zurückgreifen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern wirkt sich ebenfalls positiv auf die eigenen Gesundheit aus.

Solltest Du keinen eigenen Garten haben, oder nicht genügend Zeit und Muße um selbst zu gärtnern, schau Dir doch mal die Seite Mundraub.org an! Hier findest Du vielleicht auch in Deiner Nähe regionale Superfoods, die Du kostenlos ernten und verwenden kannst! Ein tolles Projekt!

Gerne kannst Du auch mir auf Instagram folgen! Dort findest Du viele Rezepte, Tipps und Ideen rund um die pflanzenbasierte, regionale Ernährung. Wenn Du Fragen an mich hast, schreibe mir gerne!

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