Gegen den Strom schwimmen: Wie Clean Eating gelingen kann

Supermarkt

Clean Einkaufen und genießen

Eine gesunde und bewusste Ernährung fängt bereits beim Einkaufen an. Nur wenn der Kühlschrank und die Vorratskammer mit gesunden und vollwertigen Lebensmitteln gefüllt sind, kann man ausgewogen kochen und essen. Doch warum ist es so schwer geworden „richtig“ einzukaufen und gesund zu essen? Und warum werden wir Tag für Tag zigmal dazu verführt, eben doch zu ungesunden, weil hochkalorisch und stark zuckerhaltigen, Lebensmitteln zu greifen? Warum schaffen wir es nicht die positiven Bilder und Vorsätze aus unserem Kopf Wirklichkeit werden zu lassen und uns gesund zu ernähren? Wie kann Clean Eating gelingen?

Genau darüber habe ich mir in der letzten Zeit viele Gedanken gemacht. Denn eigentlich ist jedem von uns klar, dass es uns mit einer natürlichen und ausgewogenen Ernährung besser gehen würde. Wir alle wissen, dass Fertigprodukte, Fast Food und Süßigkeiten rein gar nichts FÜR unseren Körper tun.

Und doch müssen wir wirklich bereit sein gegen den Strom zu schwimmen, wenn wir clean leben möchten.

Einkaufen damals und heute

Die Art und Weise wie wir Lebensmittel einkaufen hat sich im Laufe der letzten Jahre und Jahrzehnte extrem verändert. Unsere Eltern und Großeltern kauften in der Regel in kleinen Geschäften oder auf (Wochen)märkten ein oder hatten sogar einen eigenen Garten um Lebensmittel anzubauen.

Dort gab es zum Großteil das, was die Landwirtschaft der Region eben zu dieser Jahreszeit anliefern konnte. Obst, Gemüse und Fleischwaren kamen direkt vom Feld und dem Stall in den Laden. Dadurch ernährten sich die Menschen im Einklang mit dem Rhythmus der Natur. Im Sommer und vor allem im Herbst konnten man nach Herzenslust schlemmen und hatte eine Vielzahl an frischen Produkten zur Verfügung. Im Winter und in den ersten Frühlingsmonaten lebte man aus den Vorräten, die man sich angelegt hatte. Kartoffeln, Möhren, Äpfel und Birnen lagerten im Keller und viele andere Obst und Gemüsesorten wurden auf verschiedenste Arten haltbar gemacht. So war man auch in der kargen Jahreszeit mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ohne einen Mangel befürchten zu müssen. Im Frühjahr war die Vorfreude auf die ersten frisch geernteten Lebensmittel riesig, Wildkräuter und erste Erträge aus dem Gemüsegarten ein echtes Highlight.

Die große Verführung

Heute kennen wir diesen Lebensstil nicht mehr. 365 Tage im Jahr können wir (auch dank Internet) zu jeder Tages- und Nachtzeit Essen kaufen, bestellen und konsumieren. Betreten wir heute einen Supermarkt stehen wir vor brechend vollen Regalen und werden von der Auswahl glatt erschlagen. Der Import von Waren und das in Kauf nehmen langer Lieferwege bietet uns eine Fülle, die uns dazu verführt, zu konsumieren was der Geldbeutel hergibt.

ABER man muss sich einfach bewusst machen, dass es hier um genau das geht! Um Konsum! Geld! Darum, dass unzählige Firmen und Konzerne einen möglichst hohen Gewinn machen wollen. Mindestens 80 % der Waren in einem solchen Markt sind reine Luxusgüter, die man nicht braucht, um sich gut zu ernähren.

Milchschnitte, Chips, Jogurt in allen Formen und Farben, Konserven, Fertigprodukte, Tiefkühlgerichte usw. sind Dinge, die man sich mal gönnt, aber nicht regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen sollten.

Viele Produkte dort erscheinen uns unwahrscheinlich verlockend. Klar, denn dahinter steht ein ausgeklügeltes Werbe- und Marketingsystem. Wir als Kunden werden gezielt dazu verführt all das zu kaufen.

Frisch auf den Tisch

Frische und schnell verderbliche Waren einzukaufen muss gut geplant sein, um unnötigen Abfall zu vermeiden. Ich bin der Meinung, dass man wirklich versuchen sollte, keine essbaren Lebensmittel wegzuwerfen, bzw. sie so lange liegen zu lassen, bis sie nicht mehr genießbar sind. Zum einen wirft man quasi bares Geld weg, zum anderen belastet man die Umwelt und außerdem ist es auch eine moralische Grundeinstellung. In vielen Regionen der Welt verhungern nach wie vor unzählige Menschen, während wir vor lauter Bequemlichkeit und Konsumdenken jeden Bezug zu einem vernünftigen Umgang mit unseren Lebensmittel verlieren.

Deshalb sollte man vor dem Einkauf überlegen, was man die nächsten Tage essen möchte und gezielt dafür einkaufen. Nach einigen Wochen hat man den Dreh sicher raus.

Obst und Gemüse kann man im Supermarkt, auf Märkten, in Bauernläden usw. bekommen. Sicher gibt es einen Bauernhof in Eurer Nähe, der frische Eier aus Freilandhaltung anbietet. Fleisch und Wurstwaren kauft man – wenn überhaupt – am Besten beim Metzger um die Ecke. Auch Fisch sollte man in der Regel nur noch regional kaufen, Meeresfische sind einfach zu hoch belastet, als dass man sie weiterhin als gesund betrachten kann.

Ich persönlich würde sogar empfehlen so pflanzenbasiert wie möglich zu essen und tierische Produkte zu vermeiden.

Supermarkt oder Bioladen?

Hier scheiden sich zwar immer noch etwas die Geister, aber auch hier habe ich für mich eine klare Entscheidung getroffen: Nur mit Bioprodukten tut ihr Eurem Körper wirklich etwas Gutes und kann die Gesundheit verbessert werden (und das wollen wir doch alle oder?) Also: selbst wenn ihr in den Supermarkt geht, greift auch dort zu den Biolebensmittel!

Bei Fleisch (wenn Du es überhaupt konsumierst) sind Produkte aus der  Massentierhaltung ein absolutes NoGo! Die nicht artgerechte Haltung und Fütterung der Tiere verändert auch ihr Fleisch. Man findet darin Medikament- und Hormonrückstände und andere Schadstoffe. Da Tiere diese Lebensbedingungen in der Regel nicht durchstehen können, werden sie gezielt mit Medikamenten und Hormonen behandelt. Diese landen über das Fettgewebe der Tiere auf dem Teller der Verbraucher. Was das für unsere Umwelt, unsere eigene Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder bedeutet, kann sich jeder denken. Da können die Scheuklappen gar nicht so groß sein, dass man das wirklich verdrängen kann. Die Zukunft wird für uns alle grün – sprich vegetarisch bis vegan werden 🙂 !

Die Vorratskammer

Natürlich ist es auch besonders wichtig, dass Eure Vorratskammer mit den richtigen Lebensmitteln gefüllt ist. Nur dann könnt ihr jederzeit gesunde und vollwertige Mahlzeiten zubereiten.

Vielleicht hilft es Euch auch eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen, ob ihr einmal in der Woche einen Großeinkauf macht, oder mehrere kleine. Ich persönliche bevorzuge den wöchentlichen Großeinkauf. Ich nehme mir dafür wirklich Zeit und verhindere es dadurch auch, dass ich in einer gehetzten Stimmung Dinge in den Einkaufskorb packe, die ich eigentlich gar nicht brauche.

Wenn ihr an Eurer Ernährung wirklich etwas ändern wollt, müsst ihr Schritt für Schritt neue Gewohnheiten in Euren Alltag integrieren. Lebt es vor allem auch Euren Kindern vor und macht sie dadurch ebenfalls fit für ein gesundes und bewusstes Leben!

Um Euch eine kleine Hilfestellung zu geben, kann hier mein kostenloser Einkaufsguide heruntergeladen werden.

Viel Spaß beim nächsten Einkauf! 🙂

Und wenn Du Hilfe bei Deiner cleanen Ernährung brauchst: ich steh Dir gerne zur Seite und berate Dich!

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