Mein bewegtes Leben (1) – oder warum mir Sport so wichtig ist!

Tanja Franz

Es lebe der Sport!

Heute möchte ich Dir ein bisschen von mir und meinem Leben erzählen. Denn mir ist es echt ein Herzensanliegen, Dir zu zeigen, warum der Sport oder das Training für mich jeden Tag dazu gehört und einen großen Teil meiner Persönlichkeit ausmacht. Meine Einstellung hat sich dabei gerade in den letzten beiden Jahren sehr verändert. Einige Punkte sind gleich geblieben, andere haben sich komplett ins Gegenteil verwandelt. Ich wünsche mir für Dich, dass diese Blogserie Dein Herz erreicht und Du vielleicht auch für Dich die Freiheit entdecken kannst, die ich gewonnen habe. Aber ich beginne wohl besser am Anfang meiner Geschichte 🙂 !

Wie ihr vielleicht schon wisst, bin ich auf dem Land groß geworden (und da lebe ich auch heute noch 😉 ). Schon in meiner Kindheit und Jugend habe ich jede freie Minute draußen verbracht. Ich war mit dem Fahrrad oder den Inline Skates unterwegs, war schwimmen oder laufen. Ich bin auf Bäume geklettert und habe das Einrad fahren gelernt. Jahrelang habe ich Volleyball und Fussball gespielt. Leidenschaftlich gern. Im Winter bin ich anfangs Ski gefahren und irgendwann auf das Snowboard umgestiegen. Das liebe ich heute noch sehr! Kurz um: ich war immer den ganzen Tag in Bewegung! Der Sport war gewissermaßen der Kleister, der mein Leben zusammen gehalten hat. Ein Element, das alles in Verbindung gebracht hat. Denn natürlich war ich dabei immer von sehr vielen, super netten Menschen umgeben, die meine Leidenschaft teilten! Es entsanden schon in dieser Zeit Freundschaften, die bis heute anhalten.

Faszination Gruppentraining

Während meiner Jugend entdeckte ich dann auch das Training in Gruppen für mich. Alles begann mit einem Step-Aerobic-Kurs, den ich über die VHS absolvierte 🙂 ! Der Schwung und die Freude, die man erlebt, wenn man mit anderen gemeinsam Sport macht, faszinierte mich von Anfang an! Ich begann die verschiedensten Kursangebote auszuprobieren und fühlte mich in dieser Welt sehr wohl. Und ich begann zu begreifen, dass sich der Körper positiv verändert, wenn man die Bewegung zu einem zielgerichteten und konstanten Trainingskonzept wandelt. Bereits damals begann ich mich mit einzelnen Übungen auseinander zu setzen und erstellte für mich konkrete Trainingspläne.

Schicksalsjahr 2008

Dann kam das Jahr 2008 und es sollte alles anders werden. Ich plagte mich zu diesem Zeitpunkt bereits seit vielen Jahren mit starken Knieproblemen. Ständig war das Gelenk entzündet, geschwollen und ich konnte oft nur unter starken Schmerzen überhaupt gehen. An Sport war phasenweise in keinster Weise mehr zu denken. Sehr aufgeregt saß ich Anfang des Jahres 2008 im Wartezimmer eines neuen Orthopäden, der mir empfohlen worden war. Schon nach wenigen Minuten stand für ihn fest: ohne eine große Operation wird es nicht gehen. Seine Aussage, dass ich nach der OP keinen Sport mehr werde machen können, zog mir den Boden unter den Füßen weg. Schließlich war ich gerade einmal 23 Jahre alt und mein ganzes Leben bestand quasi nur aus Sport. Würde ich die OP allerdings verweigern, würde die chronische Entzündung in meinem Knie bald ernste Konsequenzen nach sich ziehen. Mein Knorpel hatte zu diesem Zeitpunkt schon einen enormen Schaden erlitten, meine Kniescheibe war durch die Fehlstellung und die daraus entstehende falsche Belastung bereits völlig verformt und die Bänder hatten ebenfalls ihren Dienst versagt.

So ging es für mich dann im Mai 2008 nach Nürnberg und ich ließ schweren Herzens die OP durchführen. Auch die Ärzte dort rieten mir dringend davon ab, nach der OP wieder Sport zu machen. Mein Knie würde zwar heilen und die Entzündung weg gehen, aber es wäre einfach nicht mehr belastbar genug. Schach spielen wäre doch eine gute Alternative! – meinten sie damals scherzhaft. Mir war gar nicht nach Lachen zumute.

Aufgeben ist keine Option

Doch die OP verlief einfach perfekt. Als die Ärzte mir das mitteilten, erwachte in mir ein neuer Wille! Alles in mir brannte und ich war fest entschlossen mich nicht aufzugeben. Schon im Krankenhaus übte ich unter den ungläubigen Augen der Physiotherapeuten das Gehen, das Treppensteiegen, das Abwinkeln des Knies. Ich fragte nach Übungen um das Knie wieder fit zu bekommen und führte diese entschlossen durch. Wieder zu Hause verbrachte ich jeden Tag damit. Nach 12 Wochen auf Krücken machte ich die ersten unsicheren Schritte ohne und ich merkte, dass sich der Kampf zwar gelohnt hatte, aber noch ein sehr, sehr weiter und anstrengender Weg vor mir lag. Insgesamt dauerte es dann eineinhalb Jahre, bis ich wieder problemlos Treppen steigen, Fahrrad fahren, schwimmen und walken konnte.

Nach zwei Jahren konnte ich mich wieder hinknien und kurze Strecken joggen. Dieser Moment, als ich zum ersten Mal wieder durch den Wald rannte, hat sich für immer in meinem Kopf eingebrannt. Denn er veränderte mein Leben komplett. Dort, alleine zwischen den Bäumen, entschloss ich mich Trainierin zu werden und meldete mich noch am gleichen Abend für mein erstes Fernstudium bei der BSA in München an.

Trainiere für Dich – nicht gegen Dich!

Unglaubliche neun Jahre sind seitdem vergangen. Für mich eine sehr lehrreiche, intensive und unfassbar schöne Zeit! Heute genieße ich es mehr denn je, all meine Erfahrung im Bereich Sport und Bewegung an meine Kursteilnehmer weiter zu geben. Ich bin jeden Tag mit Herzblut dabei! Was mich aber immer sehr betroffen macht ist folgendes: Teilnehmerinnen (und es sind in aller Regel die Frauen), die nur gegen ihren Körper arbeiten. Die schlanker sein wollen, fitter sein wollen, straffer sein wollen und sich dafür aufs äußerste quälen. Oft ist der Sport für sie die Bestrafung für die Entgleisung bei den letzten Mahlzeiten oder der Tüte Chips, der Tafel Schokolade auf der Couch. Die Bewegung hat dabei jeden Aspekt der Freude und der Leichtigkeit verloren. Es ist nur noch ein Mittel zum Zweck!

Falls Du Dich hier wieder erkennst, möchte ich Dich ermutigen ganz schnell die gedankliche Reißleine zu ziehen! Hör auf gegen Dich und Deinen Körper zu trainieren und beginne noch heute damit FÜR Dich Sport zu machen! Für Dein Wohlbefinden (körperlich und psychisch) und für Deine Gesundheit!

Finde eine Sportart, die Dir Spaß macht! Entdecke Übungen, die Dich berühren und Dich herausfordern! Beweg Dich draußen an der frischen Luft! Tu es FÜR DICH! Es geht nämlich um Dich und nicht um eine bestimmte Konfektionsgröße! Ich selbst schwanke immer mal wieder zwischen den Größen 38 und 42. Aber egal welche Zahl gerade auf den Etiketten meiner Kleidung steht: ich bin immer körperlich fit und fühle mich gut! Ich habe Kraft und Ausdauer und eine gute Beweglichkeit! Heute bin ich soweit, dass ich es meinem Körper zugestehen kann, dass er manchmal eine gewisse Reserve mit sich herum trägt. Das nehme ich ihm schon lange nicht mehr übel. Denn ich weiß, dass auch wieder andere Zeiten kommen!

Beweg Dich – körperlich und mental!

In den nächsten Blogbeiträgen werde ich Dich teil haben lassen an meinen Erkenntnissen. Ich werde Dir zeigen, warum Bewegung ein ganz grundlegendes Bedürfnis Deines Körpers ist und wie ein sinnvolles Training in meinen Augen ausschauen sollte. Ich will Dir klar machen, dass Bewegung und Sport vor allem eines sein sollte: frei, freudvoll und abwechlsungsreich! Dazu müssen wir alle uns auch mental bewegen! Wir müssen alte Glaubenssätze los lassen und uns für neue öffnen! Dann ist Sport mehr als die Überwindung des inneren Schweinehundes und dann werden echte Veränderungen möglich! Voller Leichtigkeit!

Und Deine Geschichte?

Wie stehst Du heute zum Thema Sport? Wie war das in Deiner Kindheit und Jugend? Was hat sich verändert? Lass mich gerne daran teilhaben. Ich freue mich auf den Austasuch mit Dir! Gerne unten in den Kommentaren oder Du schreibst mir!

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