Wie viel Selbstliebe steckt in Dir?

Frau nachdenklich

Der zweite Teil des Satzes…

“Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst!” – diesen Satz aus der Bibel hast Du bestimmt schon einmal gehört. Es ist der bekannteste Spruch, wenn es um das Thema Nächstenliebe (aber auch Selbstliebe) geht. Aber ich bin der festen Überzeugung, dass er oft falsch ausgelegt und dadurch missverstanden wird. In meinem täglichen Kontakt zu wunderbaren Frauen und vor allem jungen Mamas fällt mir zunehmend etwas auf. Den ersten Teil dieses Satzes “Liebe Deinen Nächsten…” setzen die meisten mit einem immensen Perfektionismus und Aufopferungsdenken um.

All diese fürsorglichen und liebevollen Frauen geben alles (und noch viel mehr) für ihre Familien und Kinder. Sie bringen den Haushalt in Ordnung und gehen vielleicht sogar zusätzlich noch arbeiten. Sie möchten allen Ansprüchen gerecht werden und dem perfekten Bild einer Mutter oder einer Partnerin entsprechen.

Aber sie übersehen, dass der Satz eigentlich noch weiter geht. Denn es heißt ganz ausdrücklich “… wie Dich selbst!“. Und hier ist defintiv nicht von einer Selbstverliebtheit oder egoistischen Denkweise die Rede. Nein, es bedeutet, dass man auch die eigenen Bedürfnisse kennen und erfüllen muss. Dass es enorm wichtig ist, gut für sich selbst zu sorgen, um körperlich und seelisch gesund zu sein. Es beinhaltet aber auch, dass man über sich selbst positive Gedanken hat und sowohl liebevoll, als auch geduldig zu sich selbst ist.

Wie viel Selbstliebe steckt in Dir?

Deshalb frage ich Dich an dieser Stelle: Liebst Du Dich selbst? Versorgst Du Deinen Körper mit gesundem Essen und ausreichend Bewegung? Schaffst Du Dir in Deinem Alltag Freiräume, um zu regenerieren und den Kopf frei zu bekommen? Enspannst Du Dich regelmäßig? Hast Du eigene Hobbies und triffst Du regelmäßig Deine Freunde? Schaffst Du es auch einmal “Nein” zu sagen und Deine Grenzen zu verteidigen?

Denn eines ist sicher: Du kannst nur gut für Deine Liebsten sorgen und Dein Leben genießen, wenn es Dir gut geht und wenn Du voller Kraft und Energie steckst. Nur dann!

Ich selbst habe viele Jahre gebraucht, um das zu verstehen. Es fällt mir teilweise heute noch schwer, meine Bedürfnisse als genauso wichtig anzusehen, wie die meiner Familie.

Dein achtsamer Weg zu mehr Selbstliebe

Da ich weiß, dass auch viele von Euch, diese Fragen nach der Selbstliebe nicht oder nur teilweise mit “JA!” beantworten können, möchte ich auch hier einen Wegweiser bieten.

In einer 3-teiligen Beitragsreihe werde ich auch zeigen, wie ihr auf achtsame Weise Eure Selbstliebe verbessern könnt.

Der erste Schritt: Nimm Deine Bedürfnisse wahr!

Im ersten Schritt möchte ich Dich heute dazu auffordern, Dich ganz konkret mit Deinen innersten Bedürfnissen auseinander zu setzen! Gönne Dir in den nächsten 7 Tage eine täglich “Ich-Zeit”.

Setze Dich dafür für mindestens 15 Minuten (gerne auch mehr) an einen ruhigen Ort und lege Dir Stift und Papier parat. Reflektiere Deinen Alltag, Deine momentane Situation und überlege Dir, was Du brauchst um Dich wohler und kraftvoller zu fühlen! Konzentriere Dich dabei rein auf die Dinge, die Du Dir selbst geben kannst. Erwarte nicht von anderen eine Veränderung oder Lösung, sondern nimm die Verantwortung für Dich und Deinen Körper selbst in die Hand.

Folgende Fragen können Dir dabei helfen:

  • Trinke ich täglich genügend Wasser?
  • Schlafe ich ausreichend?
  • Esse ich täglich ausgewogen und gesund?
  • Bewege ich mich ausreichend?
  • Komme ich jeden Tag raus an die frische Luft?
  • Habe ich Zeit, um zu entspannen?
  • Lache ich genügend?
  • Würde es mir gut tun weniger Zeit mit dem Smartphone/vor dem Fernseher zu verbringen?
  • Gehe ich meinen Hobbies nach?
  • Tue ich täglich etwas, was mein Herz vor Freude tanzen lässt?
  • Nehme ich mir täglich Zeit um mich zurechtzumachen und mich hübsch anzuziehen?
  • Welchen unrealistischen Erwartungen hechle ich hinterher?
  • Wo setze ich mich einem zu starken Druck/Stress aus?
  • In welchen Bereichen lasse ich zu vieles passiv (mit mir) geschehen?
  • ….

Die Liste lässt sich natürlich endlos fortsetzen!
Mir ist es aber wichtig, dass Du Dich mit DEINEN eigenen Bedürfnissen auseinander setzt!

Tu es wirklich und schiebe es nicht länger auf! Sei es Dir wert!

Bleibe auf dem Weg!

Nächste Woche erfährst Du im zweiten Teil der Beitragsreihe, wie Du es schaffen kannst mutig für Deine Bedürfnisse einzustehen und sie zu erfüllen. Sei gespannt! 🙂

Falls Dich das Thema noch weiter beschäftigt, freue ich mich darauf von Dir zu hören!

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