Achtsamkeit: die Kraft der Gegenwart entdecken

Hände halten Tasse

Achtsamkeit – was ist das eigentlich?

Der Begriff Achtsamkeit wird seit einigen Jahren häufig verwendet und viel diskutiert. Zu recht – wie ich finde! Aber was ist Achtsamkeit eigentlich genau? Im Prinzip bedeutet es, jeden Moment bewusst wahrzunehmen und zu akzeptieren, was ist, ohne es zu bewerten oder verändern zu wollen. Nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Ich glaube, dass es uns allen, auch mir, gut tun würde, mehr in der Gegenwart zu leben. Doch obwohl vielen klar ist, dass eine solche Einstellung uns definitiv entstressen würde, fällt es uns unglaublich schwer hier Schritte der Veränderung zu gehen. An was liegt das?

Wie unser Gehirn funktioniert

Dein Gehirn ist die Schaltzentrale eines ausgeklügelten Systems. Es erhält Dich am Leben, indem es alle Vorgänge im Körper managt. Soweit so gut. Wenn Du Dein Gehirn aber ständig überforderst –  durch permanente Erreichbarkeit, Dauerbeschallung durch TV, Internet, Radio, Stress, Hektik, Druck in Beruf und Familie – und gleichzeitig die Ruhepausen fehlen, schaltest Du quasi auf Autopilot, Du lebst unbewusst. Deine Gedanken beschäftigen sich oft mit der Vergangenheit oder sind schon in der Zukunft (Wie soll das nur werden? Wie kann ich dieses und jenes Problem angehen? Damals ging das auch schon schief… ). Du bist gedanklich überall, nur nicht dort wo Du eigentlich bist, wo sich Dein physischer Körper gerade befindet.

Symptome entstehen…

Dadurch merkst Du gar nicht mehr, was Dein Körper und auch Deine Seele gerade brauchen. Du bist ja geistig gar nicht anwesend. Früher oder später entwickelt der Körper Symptome, um den Geist dadurch in den Körper zurück zu holen. Er macht auf sich aufmerksam. Du bekommst vielleicht Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsprobleme, Hautausschläge, Heißhungerattacken, Konzentrationsstörungen, usw. Betrachte das als Hilferuf und nicht als Aufforderung Tabletten zu nehmen oder Schokolade zu essen! Ändere etwas! Jetzt!

Was Achtsamkeit bewirken kann:

Die gute Nachricht: Achtsamkeit lässt sich trainieren und verbessern! Meditationsübungen, Zeiten der Stille und Ruhe, einige Stunden ohne Smartphone und Tablet, ein Spaziergang oder Bewegung an der frischen Luft, helfen Dir dabei, aus dem wirbelnden Hamsterrad auszusteigen und das Tempo zu drosseln. Deinen Sinnen und Deinen Gehirn eine Pause zu gönnen von den abertausenden Eindrücken, die es tagtäglich zu verarbeiten gilt, kann viel bewirken – wenn man sich die Auszeiten regelmäßig gönnt!

Im Kleinen das Besondere entdecken!

Wenn Du ganz bei Dir bist und Deine Sinne aufnahmebereit sind, wirst Du vieles plötzlich wieder entdecken und wahrnehmen können. Die Schönheit eines Sonnenaufgangs, der süß-säuerliche Geschmack eines Apfels, die Wärme, die nur eine Umarmung schenken kann, wie herrlich Dein Schaumbad duftet, wie gut ein großes Glas kaltes Wasser tun kann…

Außerdem:
Nur wenn Du achtsam bist, wird es Dir gelingen, schlechte Gewohneheiten abzulegen und neue, positive zu entwicklen! Nur dann kannst Du Dich besser ernähren, mehr trinken, mehr bewegen! Veränderung beginnt im Kopf, genau genommen in einem entspannten Kopf 🙂 !

Deshalb solltest Du viel öfter “SEIN” statt “MACHEN”! Nicht umsonst heißt es in der Bibel: Am 7. Tage sollst Du ruhen!

  • hier und jetzt statt dann und dort
  • wahrnehmen statt denken
  • Sinne statt Gehirn einsetzen
  • beobachen statt bewerten
  • geschehen lassen statt beeinflussen
Das wünsche ich Dir von Herzen!

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